Ätherische Öle:
Eine kleine Einführung
Ätherische Öle - eine Wiederentdeckung der letzten Jahrzehnte - sind die Sammelbezeichnung aller duftenden Stoffe, die aus Pflanzen oder Pflanzenteilen, wie Blüten, Blättern, Rinden, Schalen, Harzen, Stielen oder Wurzeln, gewonnen werden. Ein gängiges Verfahren zu ihrer Herstellung ist die Wasserdampfdestillation.
Sie geben uns die Möglichkeit, im sinnlich-konkreten Erleben mit ihnen ein ganz persönliches Image aufzubauen und eine Seele-Geist-Körperbalance zu erfahren.
Das Wissen um die alte Weisheit ätherischer Öle ging uns in den letzten Jahrhunderten gehörig verloren, waren sie doch auch vorher nur einer kleinen Gruppe von "Eingeweihten" zugänglich.
Ätherische Öle wirken auf unsere Seele. Denn die Seele nimmt als erstes alle - ob angenehme oder unangenehme - Duft-Eindrücke auf. Keiner unserer Sinne ist so alt wie unser Geruchssinn. Von daher reagieren wir auch so unbewußt auf disketeste Gerüche, oft bevor sie uns bewußt werden.
Jeden Tag nehmen wir unbewußt sehr viele verschiedene, oft jedoch recht unerfreuliche Düfte in uns auf. Wir brauchen nur einmal bewußt zu riechen. Und wir erinnern uns an die angenehmen und unangenehmen Gefühle, die durch Düfte bei uns ausgelöst werden können. Z. B. können wir "einen Menschen nicht riechen", "eine Situation stinkt uns". Es geht bis hin zu körperlichem Unwohlsein.
Mit ätherischen Ölen schenken wir unseren Sinnen freudige, angenehme Erlebnisse. Auf der Basis natürlicher Öle, aus uns oft sehr vertrauten Blüten und Pflanzen.
Ätherische Öle bieten äußerst vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Es ist jedoch zu beachten, daß die Öle nicht pur auf die Haut aufgetragen werden dürfen.
Ätherische Öle haben aufgrund ihrer teilweise komplexen Zusammensetzung eine sehr unterschiedliche Haltbarkeit.
Ganz allgemein sollten sie stets kühl, in gut verschlossenen Flaschen bei einer Temperatur nicht über 15 Grad Celsius aufbewahrt werden.
Ätherische Öle sind die konzentrierteste Form reiner Öle. Deshalb die Öle bitte nicht direkt auf die Haut bringen und die Berührung mit Augen und Schleimhäuten vermeiden!
Bitte vor Kinderhänden sicher aufbewahren !!!

Anwendung Ätherischer Öle

Sie können die Ätherischen Öle
- als Parfum pur oder mit Alkohol anwenden,
- sie miteinander mischen,
- oder mit fetten Basisölen als Massageöl benutzen
  oder aber als
- Wohnraumaroma in einer Duftlampe verwenden.

Ebenso gibt es Duftsteine, welche die Ätherischen Öle in Ihren Wohnräumen kalt verdunsten lassen. Sie sehen, es gibt eine Vielzahl von Anwendungsbeispielen, welche in den verschiedenen Aromatherapiebüchern genaustens beschrieben werden. Hier nun einige kleine Erklärungen für die Anwendung.
Verdampfen in der Aromalampe
Das Verdampfen in der Aromalampe ist die gängigste Art Ätherische Öle einzusetzen. Allerdings sind sich die meisten Menschen der heilenden und vorbeugenden Wirkung der Öle nicht bewußt. Sie benutzen die Öle zur Raumbeduftung und zur Gemütlichkeit im Winter bzw. in der Vorweihnachtszeit.
Beim Verdampfen in der Aromalampe stellt man ein Teelicht in die Lampe und gibt einige Tropfen des Öles mit Wasser in die vorhandene Schale. Durch das Verdampfen der Flüssigkeit, verbreitet sich ein angenehmer Duft im Raum.
In der Regel gebe ich ca. 10 Tropfen in eine Aromalampe oder auf ein Duftobjekt. Je nach Wunsch können Sie natürlich auch verschieden variieren. Probieren Sie am besten selbst aus welche Duftstärke ihnen am angenehmsten ist. Es gibt auch sehr stark konzentrierte Öle, wie z. B. Patchouli. Dafür würden z. B. nur 1-2 Tropfen ausreichen um einen angenehmen Gerucht  zu erzielen.
Einige Essenzen riechen so intensiv, daß man sie vor der Anwendung verdünnen kann. Hierzu gehören glücklicherweise die besonders teuren wie Rose, Hyazinthe, Jasmin, Magnolie und Narzisse. Sie werden meist in 5 ml Fläschchen geliefert, die nur zu 1/5 gefüllt sind. Diese kann man mit Jojobaöl auffüllen und erhält so eine Verdünnung von 1:5.
Massagen
Ganzkörpereinreibungen und Massagen mit ätherischen Ölen sind wohl die angenehmste Form der Aromatherapie und bieten die Möglichkeit, sich von anderen einmal so richtig verwöhnen lassen. Der wunderbare Duft und die körperliche Berührung führen außerdem zu einer allgemeinen Entspannung und helfen, die Wirkung der verwendeten Essenzen anzunehmen. Ganz nebenbei hat die Anwendung auch einen hautpflegenden Effekt und dient so der Schönheit. Eine sanfte Musik im Hintergrund kann während der Massage durchaus förderlich sein, vorausgesetzt, sie wird als angenehm empfunden.

Badewanne
Ätherische Öle können Sie in der Badewanne benutzen. Da die Ätherischen Öle nicht in Wasser lösbar sind, sollte man sie vorher in Akazienhonig oder Sahne auflösen und dann dem Badewasser beigeben. Aber erst wenn die Wanne voll ist.

Basisöle zum Selbermischen
Als Trägeröl zur Herstellung von Körper- und Massageöle, ist grundsätzlich jedes fette, kaltgepreßte und unraffinierte Öl möglich, d.h. auch Sonnenblumenöl und Olivenöl. Am häufigsten verwendet man in der Aromatherapie jedoch süßes Mandelöl und Jojobaöl, da beide vorzügliche kosmetische Eigenschaften und keinen Eigengeruch besitzen. Mandelöl eignet sich für jeden Hauttyp, besonders aber für empfindliche Haut. Es wird leicht von der Haut aufgenommen und erleichtert das Eindringen ätherischer Öle. Dazu ist es relativ preisgünstig.
Zur Herstellung eines Massageöls gibt man in der Regel 10 - 15 Tropfen ätherisches Öl (bei hochkonzentrierten Essenzen entsprechend weniger) auf 100 ml Trägeröl und bewahrt das ganze lichtgeschützt in einer dunklen Flasche auf. Bei Rose, Hyazinthe, Jasmin, Magnolie und Narzisse genügen bereits 2 - 4 Tropfen der unverdünnten Essenz, um 100 ml Massageöl ihren
unverkennbaren Duft zu verleihen. Alle ätherischen Öle, die Nebenwirkungen hervorrufen können (bitte in der einschlägigen Literatur nachlesen !), sollten sicherheitshalber möglichst gering dosiert werden ( 2 - 3 Tr. auf 100 ml Trägeröl).
Für lokale Anwendungen auf einzelnen Körperstellen verrührt man einen Tropfen ätherisches Öl mit einem Eßlöffel Trägeröl. Bei hochkonzentrierten Essenzen empfiehlt es sich, entweder die o.g. Verdünnungen zu verwenden, oder gleich eine größere Menge Massageöl herzustellen. Zum leichteren Verrühren kann man das Einreibeöl in einer Tasse mischen. Im Handel werden
für diesen Zweck sehr praktische Schälchen angeboten.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, ätherische Öle Bach-Blütencremes beizufügen. Die Dosierung hängt auch hier von der Konzentration der verwendeten Essenz ab. In der Regel benötigt man je 10g Creme 1 - 2 Tropfen ätherisches Öl.

Jojoba-Öl
Das Jojobaöl wird kaltgepresst und aus den Nüssen eines in der mexikanischen Wüste beheimateten Strauches gewonnen.
Es ist eigentlich gar kein Öl, sondern ein flüssiger Wachs. Es wird daher nie ranzig und ist unbegrenzt haltbar.
Jojobaöl wird von jedem Hauttyp gut vertragen und zieht schnell in die Haut ein ohne zu fetten. Es eignet sich daher besonders gut als Trägeröf in Massageöl-Rezepturen mit Ätherischen Ölen. Es reguliert die Hautfeuchtigkeit und macht die Haut geschmeidig. Auch hält es die Haut länger jung und zart und ist sehr sparsam in der Anwendung

Jojobaöl ist vielseitig verwendbar:
- zur Gesichtspflege - beugt Fältchen, trockener und spröder Haut vor.
- zur Körperpflege- als Massageöl - nach Bad oder Dusche
- als Sonnenschutz - Jojoba-Öl besitzt einen natürlichen Lichtschutz (LSF 4) und erhält die Sonnenbräune
- als Basis-Öl zur Herstellung eigener Kosmetika
- zur Haarpflege bei Schuppen oder bei trockenem und sprödem Haar - zum Einreiben in die Haarspitzen
- zur Baby-Pflege - schützt zarte Babyhaut
- als Badezusatz - pflegt die Haut und schützt sie vor dem Austrocknen

Teebaumöl
Die Ureinwohner Australiens schätzen das milde Teebaumöl (auch Tea-Tree genannt) schon seit Jahrtausenden. Teebaumöl ist in Haarshampoos, Körperlotionen, Cremes usw. ideal für die tägliche Pflege für Haut und Haar. Es beugt Unreinheiten vor, schützt und regelt die natürlichen Funktionen der Haut.

Ebenso besitzt es eine hervorragende antiseptische Wirkung. Es ist auch ideal zur Zeckenbekämpfung bei Haustieren.
Das ätherische Öl wird durch Wasserdampf-Destillation aus den Blättern von Melaleuca alternifolia gewonnen. Aus einer Tonne Blätter erhält man etwa 10 Liter Teebaumöl.
So stellt das australische Teebaumöl eines der bedeutendsten ätherischen Öle in der Aroma-Kosmetik dar.

Anwendungsbeispiele:

Für die Haut
Bei Mitessern und Pickeln mit Wattestäbchen 1-2x am Tag und 1x abends pur auf die betreffenden Stellen auftragen.

Schuppige, unreine Kopfhaut und stark fettende Haare
4-6 Tropfen vor der Haarwäsche in die dosierte Shampoomenge geben. Alles kräftig einmassieren und 2-3 Minuten abwarten, danach gut ausspülen. Verwenden Sie bitte Shampoo ohne Parfüm.

Trockene, spröde, rissige Haut
15-20 Tropfen Teebaumöl in 100 ml Jojobaöl mischen und Sie erhalten ein mildes, pflegendes, beruhigendes, gut verträgliches Hautöl bester Qualität.

Für Massagen
Hautöl-Mischung wie oben anwenden

Für die Duftlampe
Hier wirkt Teebaumöl besoners desinfizierend und luftreinigend. Geben Sie auf eine mit Wasser gefüllte Schale 3-4 Tropfen Teebaumöl.

Quelle: www.esopia.de

Die Aromatherapie baut auf die rund 4000 Jahre alte Erkenntnis auf, daß die ätherischen Öle mancher Pflanzen in Bezug auf Körper und Geist des Menschen heilkräftigende Eigenschaften besitzen.
  
 Blutorange
 Wirkt erfrischend, macht Appetit, aber auch beruhigend bei Schlaflosigkeit
Cajeput
 Bei Erkältung, Schnupfen, Bronchitis und Asthma. Äußerliche Anwendung, bei Akne, Schuppenflechte etc.
Citronella
 Blutreinigend, anregend, erfrischend, Verdunstung bei schlechter Raumluft. Wirkt bei Lebensunlust und Depressionen.
Eukalyptus
 Stärkt das Immunsystem, antiseptisch, fiebersenkend, anregend. Befreit und belebt die Gedanken. Reinigt die Luft bei Erkältungskrankheiten.
Geranium
 Antidepressiv, vertreibt schlechte Gedanken. Insektenabweisend. Frischer rosenähnlicher Duft.
Grapefriut
 Erfrischend, fröhlich, aufheiternd. Fruchtiger herber Duft.
Kampfer
 Antidepressivum u. Antihystericum. Früher häufig in Riechfläschchen verwendet. Schmerzlindernd und beruhigend.
Lavendel
 Erzeugt eine Atmosphäre von Reinheit, Frische und Ordnung. Krampflösend, entgiftend und entzündungshemmend.
Latschenkiefer
 Kräftiger, harziger Waldduft. Kreislauffördernd, belebend, luftreinigend.
Lemongras
 Erfrischt die Raumluft und erleichtert das Atmen bei Schnupfen. Grasiger, zitronenähnlicher Duft.
Mandarine
 Das Öl für Kinder, frisch, unschuldig, sanft und zart. Erfrischend und aufheiternd.
Orange
 Verströmt Wärme und Geborgenheit. Erheitert Seele und Gemüt.
Patchouli
 Waldig, erdiger-süßer Duft. Aphrodisierend, exotisch, kräftigend, sinnlich und desinfizierend.
Pfefferminze
 Hilft bei Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Asthma, chron. Bronchitis usw. Wirkt wie eine frische Meeresbrise.
Petitgrain
 Entspannt, macht friedlich und zuversichtlich. Stärkt das kreative Denken und die klare Wahrnehmung, leicht süßlicher Duft.
Rosenholz
 Harmonisiert das Gefühlsleben, bei Depressionen, Schlaflosigkeit, nervösen Kopfschmerzen und Überregbarkeit.
Rosamrin
 Pflegt unreine u. fettige Haut. Inhalationen bei Grippe, Erkältung und Bronchitis. Verhindert Schuppen.
Sandelholz
 Warmer balsamischer Duft. Beruhigt und entspannt bei Angst und Stress.
Ylang-Ylang
 Bei Schlaflosigkeit, Nervösität und Impotenz, schenkt Geborgenheit und Vertrauen.
Zitrone
 Bei Appetitlosigkeit, Halsschmerzen, Rheuma, Krampfadern und vieles mehr.

Quelle: Edelsteine-Becker 97631 Bad Königshofen